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Was sind Implantate?
Zahnimplantate sind metallische (Titan) oder keramische Schraubensysteme, die als künstliche Zahnwurzeln
fest in den Kieferknochen eingepflanzt werden und damit 1 oder mehrere fehlende Zähne ersetzen.
Sie verwachsen mit dem Kieferknochen und werden so zu einem festen (nicht mehr wahrnehmbaren) Bestandteil des eigenen Kiefers.
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Wie lange halten Implantate im Kiefer?
Zahnimplantate gibt es seit mehr als 40 Jahren.
Implantationen gehören heute zu den erfolgreichsten zahnärztlichen und kieferchirurgischen Therapien.
Der operative Behandlungserfolg liegt zwischen 95 und 98 %. Der Langzeiterfolg hat sich aufgrund ständiger
klinisch-wissenschaftlicher Weiterentwicklung ständig verbessert.
Statistiken zeigen schon jetzt, daß die Lebensdauer von Implantaten heute weit über 10 Jahre beträgt.
Generell wird bei einer Implantation eine dauerhafte Erhaltung angestrebt.
Gesicherte Studienergebnisse liegen bisher für einen Nachbeobachtungszeitraum von 10 Jahren vor.
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Aus welchem Material sind Implantate?
Implantate sind künstliche Zahnwurzeln, die in ein biologisches System (Knochen, Schleimhaut) eingebracht werden.
Um die normale Abstoßungsreaktion des Körpers zu vermeiden, besteht das Implantat aus Titan,
ein Material mit höchster Biokompatibilität (Verträglichkeit).
Dieser Werkstoff wird schon seit längerem auch in der allgemeinen Chirurgie und Unfallchirurgie eingesetzt.
Die Erfahrungen und wissenschaftlichen Forschungen haben dazu geführt, dass die Oberflächen der Implatate zusätzlich
durch Beschichtung, Ätzung oder Bestrahlung behandelt werden, um eine erfolgreiche knöcherne Einheilung zu erreichen.
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Seit einigen Jahren gibt es auch keramische Implantate.
Die Einheilungszeit ist hier noch etwas vorsichtig zu beurteilen, da noch keine Langzeitstudien vorliegen und
die medizinische Forschung bei Weitem nicht abgeschlossen ist.
Eine Nichteinheilung oder Abstoßung eines Implantates durch allergische Reaktionen sind bislang nicht bekannt.
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Welche Faktoren können die Einheilung und den Langzeiterfolg der Implantate
negativ beeinflussen?
So wie die eigenen Zähne ragen die Implantate aus der Mundschleimhaut und sind damit allen äußeren Faktoren
(Speisereste, Zahnbeläge und damit Bakterien ausgesetzt. Diese ungünstigen Faktoren können bei unzureichender
Mundpflege dazu führen, dass ähnliche Entzündungsprozesse entstehen, wie auch an den eigenen Zähnen:
Entzündungen am Zahnfleisch mit nachfolgenden Knochentaschen oder auch Knochenschwund.
Voraussetzung für einen langfristigen Erfolg sind also sowohl die Mundhygienemaßnahmen, als auch eine kontinuierliche
Betreuung durch die zahnärztliche oder kieferchirurgische Praxis, möglichst durch eine kontinuierliche Nachsorge.
Auch kaufunktionelle Störfaktoren stellen langfristig ein Problem in der Stabilität der eigenen Zähne und besonders der Implantate dar.
Auch hier sind nachsorgende Untersuchungen zu empfehlen.
Ebenso ist Rauchen während der Wundheilungsphase als auch später für das Knochenlager und umgebendes
Zahnfleischgewebe ein erhöhtes Risiko für die Langzeitstabilität der Implantate.
Weitere gesundheitliche Risiken wie z.B. eine längere Cortisonbehandlung (beispielsweise bei rheumatischen Erkrankungen)
oder Osteoporose oder auch Stoffwechselerkrankungen (Diabetes Typ1)
können durchaus den Langzeiterfolg der Implantate ungünstig beeinflussen.
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Wie lange müssen Implantate einheilen, bis sie mit einer Krone, Brücke oder Prothese versorgt werden können?
Diese Zeitdauer hängt von verschiedenen Faktoren ab.
Im Unterkiefer liegt in aller Regel eine andere knöcherne Struktur vor als im Oberkiefer vergleichsweise.
Im allgemeinen wartet man mit der Implantation nach der unmittelbaren Zahnentfernung einen Zeitraum von ca. 6 bis 8 Wochen,
in dem sich das knöcherne Implantatlager organisiert hat.
Man spricht von einer verzögerten Sofortimplantation.
Nach dem operativen Einsetzen des Implantats in den Kieferknochen sollte ein Zeitraum von etwa 2-3 Monaten im
Unterkiefer und in der Regel 6 bis 7 Monate im Oberkiefer belastungsfrei verheilen.
Es gibt allerdings auch hier Abweichungen, mit der Möglichkeit einer sofortigen Implantation als auch sofortigem
Kronenaufbau oder Prothesenbefestigung.
Jede chirurgische und zahnärztlich prothetische Situation ist bei jedem Patienten individuell und sollte als
solche auch ausführlich beraten werden.
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Implantate in jedem Alter?
Voraussetzung für die Implantation ist immmer der Gesundheitszustand.
Es gibt keine Altersbegrenzung, um eine Implantation abzulehnen. Viele der Implantatpatienten sind über 80 Jahre alt
und mit ihrer Implantatversorgung sehr zufrieden, da sie wieder richtig kauen können.
Gerade im fortgeschrittenen Alter sind die knöchernen Kiefervoraussetzungen sehr ungünstig geworden:
Durch den weiteren Knochenschwund sitzen oftmals die Prothesen schlecht.
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Dadurch wiederum ist das Kauvermögen eingeschränkt, was wiederum zu häufig fortgeschrittenen chronischen
Verdauungsbeschwerden führt.
Hier führen oftmals schon 2 Implantate, an denen die Prothese befestigt wird zu einem erheblich Kaukomfort.
Die untere Altersbegrenzung liegt je nach Entwicklungszustand des Patienten bei ca. 16 bis 18 Jahren.
Das Wachstum des Kindes sollte möglichst abgeschlossen sein, da nur dann eine komplikationlose Einheilung
der Implantate möglich ist.
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Ästhetische Zahnmedizin · Implantologie · Parodontologie
Mikroskopische Chirurgie · Spezielle Prothetik · Kiefergelenkerkrankungen
Praxis für Zahnerhaltung Dr. Margit Huppert
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